Möbel Digital

Text: Michael Wyss | Bilder: zVg

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Michael Wyss
 | Bilder: Furnplan

Vor allem Kastenmöbel können in «Furnplan» gestaltet werden. Ein Render-Tool steht zur Verfügung.

Während die meisten CAD-Programme derart offen gestaltet sind, dass darauf fast alles Erdenkliche gezeichnet werden kann, so ist die Planungssoftware im Möbelhandel etwas eingeschränkter. Aus gutem Grund. Zwei Lösungen scheinen sich hier durchgesetzt zu haben.

Wenn der Fachhandel ein Möbel plant, dann geschieht dies auf herkömmliche Weise anhand von Katalogen und Preislisten. Diese bilden sämtliche Möglichkeiten ab, die mit einem bestimmten Möbelprogramm umgesetzt werden können. Die Digitalisierung bietet auch in diesem Bereich einige Vorteile. So sind die Katalogdaten stets aktuell, wenn sie jeweils zum Zeitpunkt einer Bestellung direkt vom Hersteller stammen. Will auf der einen Seite heissen, dass keine Bezugsmaterialien verwendet werden können, die nicht mehr in der Kollektion sein sollten. Andererseits stehen die neuesten Oberflächenveredelungen zur Auswahl, auch wenn der Verkäufer vielleicht noch gar nichts von ihnen weiss. Und nicht zuletzt ist es mit moderner Planungssoftware einfach, einen Preis für die gewünschte Kombination zu generieren.

Software für Kastenmöbel
Besonders gilt das für Sideboards oder Schrank-ähnliche Konstruktionen. Hier habe sich die Software «Furnplan» durchgesetzt, ist auf Hersteller- und Händlerseite zu hören. Etliche Schweizer Möbelhersteller sind dabei. In «Furnplan» kann das Kastenmöbel gemäss der vom Hersteller vorgegebenen Matrix gezeichnet werden. Dabei lässt die Software der entwerfenden Person bzw. dem Kunden eine Menge Spielraum. Längen, Tiefen und Höhen können definiert, das Innenleben ausgewählt und das ganze Möbel mit einem Material und einer Oberfläche versehen werden. Anschliessend gibt das Computerprogramm in Echtzeit einen Preis für die gewählte Kombination aus, was sehr kundenfreundlich ist. Es ermöglicht, im Bereich des Vorgesehenen richtiggehend zu gestalten. «Wir setzen auf Furnplan», sagt denn auch Hannes Vifian von der Vifian Möbelwerkstätte in Schwarzenburg, seines Zeichens Präsident von einrichtenschweiz. Nicht zuletzt deshalb, weil der Handel hie und da für den Hersteller die Präsenz in «Furnplan» zur Bedingung mache, um im Sortiment aufgenommen zu werden.

Software für Polstermöbel
Jürg Schubiger, CEO von Schubiger Möbel in Zürich, setzt die Software seit zehn Jahren im Möbelhandel erfolgreich ein. Eine grössere interne und externe Vernetzung sei mit diesem Programm allerdings gescheitert, obwohl «Furnplan» eigentlich die Anbindung an einige ERP’s verspricht. Schliesslich wäre es spannend, «wenn neben den Auftragsdaten auch die Artikel-Stammdaten zwischen Hersteller und Händler digital abgeglichen werden könnten», sagt Jürg Schubiger.

Besser sei die Vernetzung im Bereich der Polstermöbel gelungen. Hier setzt Schubiger Möbel seit ungefähr drei Jahren auf die Software «XcalibuR». Diese erlaubt es, Polstermöbel von namhaften Herstellern zu konfigurieren. Typenpläne können abgerufen, einzelne Elemente ausgewählt, zusammengefügt und die Konfigurationen schliesslich mit Bezügen versehen werden. Bei «XcalibuR» hätte sein Unternehmen mittlerweile eine gut funktionierende technische Schnittstelle gegenüber den angebundenen Herstellern einerseits und dem hauseigenen ERP andererseits. «Somit können Auftrags- und Artikel-Stammdaten online und fehlerfrei übertragen werden», erklärt Schubiger. Dies spare Zeit, Kosten und Ärger – denn Fehler könnten praktisch nicht passieren.

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