Alle Einrichtungs­themen unter einem Dach

Text: Michael Wyss | Bilder: zVg

Text: 

Karin Meier
 | Bilder: zVg

Nächstes Jahr findet die Ornaris als «O-Days» statt. Neu werden die verschiedenen Angebotsbereiche komplett durchmischt sein.

Nach der Verschiebung der neuen Messe Casa-Suisse spricht Pascal Blanc, ­Bereichsleiter B2B-Plattformen bei der Bernexpo Groupe, über die strategische Neuausrichtung der ­Einrichtungsmessen, die Digitalisierung und die nahe Zukunft.

Bei der Bernexpo Groupe ist manches im ­Umbruch. Bei der letzten Durchführung 2020 war die Heimtex­suisse thematisch erweitert worden. Nun wird aus ihr die Casa-Suisse, wobei die ­Lancierung bereits auf 2023 verschoben wurde. Wie lautet Ihre Strategie für die Einrichtungsmessen?

Pascal Blanc: Interior und Design bilden zusammen eines unserer fünf strategischen Schwerpunktthemen. Wir beabsichtigen, die verschiedenen Einrichtungsthemen zu vereinen und Möbel, Design, Textilien, Boden, Licht und Beschattung in einer Messe abzudecken. Dies wird die Casa-Suisse sein, die Nachfolgerin der Heimtex­suisse. Die Premiere der Casa-Suisse haben wir von 2022 auf 2023 verschoben. Mit dem Entscheid reagiert die Bernexpo Groupe auf die Herausforderungen der Inneneinrichtungsbranche betreffend Auftrags- und Beschaffungssituation. Die Verschiebung ermöglicht den Beteiligten mehr Planungssicherheit. Zudem schafft sie Raum für konzeptionelle Feinanpassungen und die Neulancierung unserer nationalen Order- und Community-Plattform.

Die Coronavirus-Pandemie hat der Schweiz einen Digitalisierungsschub verliehen. Wie wirkt sich dies auf künftige Messen aus?

Digitale und Offline-Bereiche werden in Zukunft stärker zusammenfliessen, und digitale Technologien werden vermehrt auf dem Messestand eingesetzt. Wir haben zum Beispiel ein Content-Studio entwickelt, das wir bei den «O-Days» lancieren werden. Unsere Ausstellerinnen und Austeller können es buchen, um mit Live-Videos ihre Online-Präsenz zu stärken. Ein weiteres Anwendungsbeispiel ist die VR-Brille. Mit ihr wird man künftig noch viel stärker direkt vor Ort erfahren können, wie Stoffe, Möbelstücke oder Bodenbeläge in verschiedenen Ausführungen wirken und wie man Einrichtungen zusammenstellen kann. Dass die Digitalisierung die Messen ablöst, glaube ich hingegen nicht, denn Bemusterungen und Haptik lassen sich nur vor Ort erleben.

Kommen wir auf die nahe Zukunft zu sprechen. Vom 16. bis 22. Januar 2022 finden die «O-Days» statt, eine Ornaris light. Was ist anders?

Die O-Days sind ein kompakteres, kleinräumigeres Format als die Ornaris. Inhaltlich werden wir Frühlingsneuheiten rund ums schöner Wohnen, Deko und Geschenke zeigen. Anders als bei der Casa-Suisse liegt der Fokus hier auf «kleinteiligen» Gegenständen wie Mode, Floristik oder Dekorationsobjekten. Neu ist das Standkonzept: Wir werden die verschiedenen Angebote bunt mischen, sodass man sich auf dem Rundgang auch zu Themen inspirieren lassen kann, die man vorher nicht auf dem Radar hatte. Zudem werden wir erstmals einen Direktverkauf vor Ort ermöglichen.

Einrichtung aus einer Hand: Die neue Casa-Suisse wird Möbel, Design, Textilien, Boden, Licht und Beschattung in einer Messe abdecken.
Anzeige


Verwandte Artikel